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    Was bedeutet Bootleg

    Der Begriff Bootleg bezeichnet nicht autorisierte Tonaufzeichnungen und Mitschnitte, die zumeist bei Konzerten entstanden sind, und deren Verbreitung über illegal hergestellte Tonträger geschieht. Häufig spricht man auch synonym von Schwarzpressung.

    Das Feld der sogenannten Schwarzpressungen ist sehr weitläufig und aufgrund der noch immer nicht ganz eindeutigen Rechtslage nicht einfach zu definieren. Man unterscheidet allgemein zwischen Bootleg, Counterfeit und Pirate Pressing. Beim Counterfeit handelt es sich um die rechtswidrige Kopie einer offiziell erschienenen Platte, wie zum Beispiel eine LP von Paul McCartney, die zuerst nur in der Sowjetunion erschien, unzählige Male illegal nachgepresst wurde und auf diesem Weg auch in Deutschland erhältlich war. Pirates sind ebenfalls Nachpressungen offiziell erschienener Platten, bei denen jedoch kein Wert auf ein originalgetreues Erscheinungsbild gelegt wird, wie es zum Beispiel bei einigen Jimi-Hendrix-LPs vorkam. Seit dem Beginn der 1990er Jahre bezeichnet man als Schutzlückenbootleg vor allem Live- und Studioveröffentlichungen, die durch Gesetzeslücken an den Plattenfirmen und Künstlern vorbei bei voller Zahlung der Lizenzen an die Gema auf den Markt gebracht wurden, beispielsweise die Beatles-Box von Tchibo oder die Live & Alive beziehungsweise Live-USA-Veröffentlichungen von Imtrat.

    Auch das Akronym RoIO, wahlweise für „Recording of Indeterminate / Independent / Illegitimate Origin“, wird verwendet. In der Szene der EDM wird als „Bootleg“ ein Remix bezeichnet, der ohne Genehmigung und Lizenzierung erstellt wurde.

    Motivation

    Die Absicht, die Gewinne von Musikern und Plattenfirmen zu schmälern, hegt ein Sammler von Bootlegs in aller Regel nicht. Er strebt vielmehr danach, möglichst viele Konzertmitschnitte bestimmter Musiker zu besitzen. Es wäre der Musikindustrie nicht möglich, sämtliche auf Bootlegs erschienenen Aufnahmen offiziell zu veröffentlichen, zumal nur leidenschaftliche Fans am Sammeln unzähliger Konzertversionen eines Liedes interessiert sein dürften.

    Bootlegs (Counterfeits) werden sehr oft auch deshalb produziert, weil die Originalmedien nicht mehr erhältlich sind. Selbst diese Bootlegs können nach einiger Zeit – ebenso wie die längst vergriffenen Originale – Sammlerwert bekommen.

    Seit es die Möglichkeit gibt, CDs selbst zu brennen, haben Bootlegs und die dahinter stehende Industrie an Bedeutung verloren, jedoch werden seit einigen Jahren wieder vermehrt Bootleg-CDs angeboten. Obwohl heute unter Fans der Tausch von Konzertmitschnitten verbreitet ist, wobei oft die Covermotive der CDs über das Internet heruntergeladen werden. In Sammlerkreisen ist es oft verpönt, selbstgebrannte CDs zu besitzen, da es ihrer Auffassung nach keine richtigen Bootlegs sind.

    Rockmusik und Bootlegs

    Gegen Ende der 1960er Jahre blühte die Rockmusik auf und entwickelte sich von der reinen Unterhaltungsware zur ernsthaften Kunstform. Die neuen Idole wie Bob Dylan, The Rolling Stones, The Doors und Led Zeppelin wurden vor allem durch ihre Konzerttourneen bekannt. Platten mit Konzertmitschnitten gab es kaum; deshalb entstand bei den Fans der Wunsch, Live- und Demoaufnahmen ihrer Idole zu besitzen. Das erste bedeutende Bootleg enthielt jedoch noch ausschließlich Studioaufnahmen. Zwei junge Männer aus Kalifornien produzierten 1969 das erste Rock-Bootleg Great White Wonder mit Aufnahmen, die Bob Dylan nicht offiziell erscheinen lassen wollte. Es enthielt Ausschnitte aus den sogenannten Basement Tapes. Das Cover war weiß, ebenso die Label des Doppelalbums. Obwohl die Musikindustrie schließlich Gegenmaßnahmen ergriff (das Album hatte inzwischen mehrere „Privatauflagen“ erlebt), war die Produktion weiterer Schwarzpressungen nicht mehr zu stoppen, wenngleich Bootlegs aufgrund ihrer oftmals mäßigen Tonqualität und Produktion anfangs vornehmlich nur auf einen elitäreren Sammlerkreis abzielten.

    Doch bald entstand im Untergrund eine regelrechte Industrie. Waren Bootlegs in Europa und Japan zu Beginn eher sporadische Produkte und wohl kaum kommerziell ausgerichtet, brachten US-Bootleg-Firmen wie Trademark of Quality, The Amazing Kornyphone Record Label und Contraband ganze Serien von Konzertmitschnitten auf Schallplatten heraus. Dabei erschienen zahlreiche Vinyl-Bootlegs bei verschiedenen Labels unter jeweils unterschiedlichen Titeln, vornehmlich um der Nachfrage der Sammler gerecht zu werden beziehungsweise den unbedarften Fans ein „neues“ Bootleg zu verkaufen.

    Der Grundstein für eine Kommerzialisierung war damit gelegt, doch geschah diese kurioserweise in Europa. Bootlegs zielten bald auf Masse ab, wobei allerdings darauf geachtet wurde, dass die Tonqualität stimmte und auch die Produktion. In den 1980er und 1990er Jahren ging man soweit, sich an streng limitierten Radioproduktionen wie King Biscuit Flower Hour und BBC Rock Hour aus den USA zu vergreifen, die seit Beginn der 1970er Jahre komplette Mitschnitte von Konzerten auf streng limitierten Tonträgern herausbrachten, die eine Auflage von 250 bis 300 Stück hatten.

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