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    The Rolling Stones

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    The Rolling Stones sind eine 1962 gegründete englische Rockband. Sie zählen zu den langlebigsten und kommerziell erfolgreichsten Gruppen in der Rockgeschichte. 1989 erfolgte die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame.

    Ende 1961 begegneten sich Mick Jagger und Keith Richards auf dem Bahnsteig in Dartford in der Grafschaft Kent. Jagger war auf dem Weg zur London School of Economics und wartete auf den Zug nach London. Richards wollte ebenfalls nach London, zum Sidcup Art College. Die beiden kannten sich aus ihren Kindertagen und gemeinsamen Schuljahren, hatten sich aber aus den Augen verloren. Jagger trug Schallplatten von Chuck Berry und Muddy Waters unter dem Arm, und sie stellten fest, dass sie die Begeisterung für diese Künstler teilten. Die beiden verabredeten sich, um Rock-’n-Roll- und Blues-Platten zu hören.

    Jagger traf sich in seiner Freizeit seit längerem mit dem ehemaligen Schulkameraden Dick Taylor (späterem Mitbegründer und Gitarristen der Pretty Things), um zusammen Musik zu machen. Der Zufall wollte es, dass auch Dick Taylor Richards kannte, da er wie dieser zum Sidcup Art College ging. Nachdem Jagger seine Bekanntschaft mit Richards erneuert und erfahren hatte, dass dieser Gitarre spielte, beschlossen er und Taylor, ihn miteinzubeziehen. Zu dritt übten sie in den Hinterzimmern der elterlichen Wohnungen und nannten sich „Little Boy Blue and the Blue Boys“. Mick Jagger sang, Keith Richards und Dick Taylor spielten Gitarre.

    Im März 1962 besuchten Mick Jagger und Keith Richards erstmals einen Jazzclub in Ealing, in dem der Bluesmusiker Alexis Korner mit seiner Band Blues Incorporated auftrat. Am 7. April 1962 jammten sie auf der Bühne des Jazzclubs in Ealing mit Alexis Korner. Über ihn lernten sie den aus Cheltenham stammenden Gitarristen Brian Jones kennen, der sich damals Elmo Lewis nannte. Brian Jones fiel als Gitarrist besonders durch seine Bottleneck-Technik auf.

    Anders als Jagger und Richards, die noch bei ihren Eltern wohnten und zur Schule gingen, war der etwa eineinhalb Jahre ältere Jones bereits auf sich selbst gestellt und hielt sich mit diversen Jobs über Wasser. Im Juni 1962 bemühte er sich intensiv darum, eine eigene Band zu gründen. Unter den Musikern, mit denen er zusammenspielte, war Ian Stewart, der nebenberuflich als Boogie-Woogie-Pianist in Jazzclubs auftrat. Jones sprach mit Mick Jagger, der Interesse bekundete, in die Band einzusteigen, sofern seine Freunde aus Dartford, Keith Richards und Dick Taylor, auch dabei seien. Dagegen gab es keine Einwände, sodass sie sich daran machten, in den Hinterzimmern von Londoner Kneipen ein Repertoire an Rhythm and Blues-Songs einzuüben. Dick Taylor wechselte von der Gitarre zum E-Bass. Nun waren sie noch auf der Suche nach einem Schlagzeuger.

    Brian Jones, Keith Richards und Mick Jagger bezogen gemeinsam eine schäbige Wohnung im Bezirk World's End in Chelsea (London) und widmeten sich der Entwicklung der Band. Richards hatte zuvor seine Ausbildung am Sidcup Art College abgebrochen, und Brian Jones gab seinen Job in einem Kaufhaus auf, während Mick Jagger zunächst parallel zur Musik auch weiterhin die London School of Economics besuchte. In dieser Zeit brachte sich Brian Jones das Spiel auf der Mundharmonika bei, die er nun sogar der Gitarre vorzog. Finanziell waren sie so schlecht gestellt, dass sie zuweilen Lebensmittel, für die sie kein Geld mehr besaßen, im Supermarkt stahlen.

    Folgt man den Ausführungen des späteren Rolling-Stones-Bassisten Bill Wyman, so hatte Brian Jones sich bei dem englischen Bandnamen The Rolling Stones (wörtlich übersetzt: „Die rollenden Steine“) von der Zeile “I’m a rollin’ stone” im Muddy-Waters-Blues Mannish Boy aus dem Jahr 1956 inspirieren lassen. Keith Richards dagegen führt die Wahl des Namens genauso wie Dick Taylor auf das 1950 ebenfalls von Muddy Waters aufgenommene Stück Rollin’ Stone (bzw. Rollin’ Stone Blues, wie der Titel unter anderem auf britischen Schallplatten der 1950er Jahre heißt) zurück. Die in den beiden Liedern verwendete Allegorie „rolling stone“, die je nach Kontext sowohl eine positive als auch negative Konnotation haben kann, ging aus dem englischen Sprichwort “A rolling stone gathers no moss.” hervor und bezeichnet eine Person mit unstetem Lebenswandel. Zu Beginn nannte sich die Gruppe (unter Weglassung des g) noch „The Rollin’ Stones“, laut Dick Taylor aufgrund ebendieser Schreibung des Titels Rollin’ Stone Blues auf einer Schallplatte von Muddy Waters.

    Am 11. Dezember 1968 fand in London der „Rolling Stones Rock and Roll Circus“ statt. Es handelte sich dabei um eine Show, die für das Fernsehen aufgezeichnet wurde. Zum R&R-Circus luden die Stones unter anderem John Lennon, Eric Clapton, The Who, Jethro Tull und Taj Mahal ein. Die Show wurde durch Feuerschlucker und Artisten ergänzt. Die Rolling Stones entschieden sich gegen die Ausstrahlung der Sendung, da sie mit ihrem eigenen Auftritt nicht zufrieden waren. Erst 1995 wurde das Projekt auf CD und DVD veröffentlicht.

    Aufgrund der persönlichen Probleme von Jagger, Richards und insbesondere Brian Jones, der infolge seines starken Drogenkonsums schon länger körperlich in keiner guten Verfassung mehr war, hatten die Stones bereits seit 1967 kein Konzert mehr gegeben. Der vorbestrafte Jones verließ die Band am 8. Juni 1969 auf Drängen von Jagger und Richards. Er plante, eine neue Band zu gründen, doch dazu sollte es aufgrund seines unerwarteten Todes wenige Wochen später nicht mehr kommen.

    Am 3. Juli 1969 ertrank Brian Jones unter bis heute ungeklärten Umständen in seinem Swimming Pool. Die offizielle Todesursache lautet nach den damaligen Ermittlungen „Tod durch Unfall“. Immer wieder kamen seitdem Gerüchte um einen gewaltsamen Tod auf; unter anderem führen verschiedene Publikationen angebliche Indizien an, denenzufolge der von Brian Jones beschäftigte Bauleiter Frank Thorogood unter Verdacht gerät, Jones umgebracht zu haben. Das zwei Tage später zur Einführung des neuen Gitarristen Mick Taylor – er kam von John Mayalls Bluesbreakers – geplante Free Concert im Londoner Hyde Park wurde zur Gedenkveranstaltung für Jones. Vor etwa 250.000 Menschen trug Jagger im Gedenken an ihn ein Gedicht von Percy Bysshe Shelley vor, ließ hunderte von Schmetterlingen in die Nachmittagssonne aufsteigen und sang zum ersten Mal live den neuen Nummer-eins-Hit der Stones: Honky Tonk Women. Das Konzert wurde organisiert von Blackhill Enterprises, Stage Manager war Sam Cutler, der die Stones als „the greatest rock & roll band in the world“ ankündigte, was während der nachfolgenden 1969er US-Tour beibehalten wurde, und der Band als Etikett bis heute anhängt.

    Im November 1969 wurde Let It Bleed als Nachfolgealbum von Beggars Banquet veröffentlicht. Im selben Monat begann nach zweieinhalbjähriger Bühnenabstinenz eine erfolgreiche USA-Tournee. Das Album Get Yer Ya-Ya’s Out beinhaltet Live-Aufnahmen dieser Tournee aus New York. Die Eindrücke dieser Tournee wurden durch die Ereignisse auf dem nordkalifornischen Altamont Free Concert vom 6. Dezember 1969 getrübt. Bei diesem kurzfristig umorganisierten Konzert, zu dem etwa 300 000 Menschen kamen und an dem auch Jefferson Airplane, Santana, Crosby, Stills, Nash & Young und die Flying Burrito Brothers teilnahmen, starben vier Menschen. Der 18-jährige Meredith Hunter wurde von einem der als Ordner angeheuerten Hells Angels direkt vor der Bühne, angeblich in Notwehr, erstochen. Er soll mit einer Pistole in Richtung der Bühne gezielt haben. Dieser Vorfall wird im Rückblick als ein Wendepunkt in der Geschichte der überwiegend friedvollen Love-and-Peace-Generation betrachtet. Ein Film über die USA-Tournee wurde durch Albert und David Maysles gedreht und kam unter dem Titel Gimme Shelter in die Kinos.

    Am 3. Februar 2016 begannen die Rolling Stones in Santiago de Chile ihre América-Latina-Olé-Tournee durch Südamerika. Zum Abschluss gaben sie am 25. März 2016 im Sportpark Ciudad Deportivo in Havanna auf Kuba ein Gratis-Openair-Konzert. 200.000 Menschen fanden Einlass, über 300.000 weitere hörten außerhalb zu. Dies war nicht nur der erste Auftritt der Rolling Stones in dem Land, sondern überhaupt das erste Openair-Konzert einer britischen Rockband dort und das bis dahin größte Rockkonzert in der Geschichte Kubas.

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