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    Tina Turner

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    Tina Turner (* 26. November 1939 als Anna Mae Bullock in Brownsville, Tennessee, Vereinigte Staaten) ist eine Sängerin und Schauspielerin. 2013 nahm sie die Schweizer Staatsbürgerschaft an, bis dahin war sie US-amerikanische Staatsbürgerin. Sie gehört mit über 180 Millionen verkauften Tonträgern zu den weltweit erfolgreichsten Sängerinnen. Ihr Vermögen wurde 2014 vom Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz auf 225 Millionen Schweizer Franken geschätzt.

    1958 lernte sie in St. Louis Ike Turner mit seiner Band Kings of Rhythm kennen und wurde deren Backgroundsängerin. 1960 nahm sie das Lied A Fool in Love auf. Sie sprang dabei kurzfristig als Solosängerin ein, da der vorgesehene Sänger Art Lassiter ausfiel. Der Titel schaffte es im August 1960 auf Platz 27 der US-Charts. Aus Gründen der Promotion gab Ike ihr daraufhin den Künstlernamen Tina und benannte seine Band in Ike & Tina Turner um. Tina und Ike, die inzwischen auch eine Liebesbeziehung verband, gingen in der Folge mit der Ike & Tina Turner Revue auf Tournee, zunächst in den USA, später auch durch Europa und Australien. Im Oktober 1960 wurde ihr gemeinsamer Sohn Ronald Renelle geboren. 1962 heirateten die beiden in Tijuana, Mexiko. Ike Turner brachte zwei 1958 und 1959 geborene Söhne mit in die Ehe.

    Die Revue war viele Jahre sehr erfolgreich, auch finanziell. Die Turners gingen als Vorgruppe mit den Rolling Stones auf Tournee, und Tina Turner nahm 1966 mit dem Produzenten Phil Spector die in Großbritannien erfolgreiche Single River Deep, Mountain High auf, wodurch Ike & Tina Turner auch in Europa wesentlich bekannter wurden. 1972 erhielten Ike und Tina Turner einen Grammy Award für „Best R&B Performance by a Duo or Group with Vocal“ mit dem Song Proud Mary. Der Song Nutbush City Limits aus dem Jahr 1973, wofür sich Tina Turner selbst als Songwriterin betätigte, erreichte Platz 2 der deutschen Singlecharts und hielt sich 26 Wochen. 1975 spielte sie in der Rolle der Acid Queen in der Verfilmung der Rockoper Tommy von The Who mit.

    Zugleich mit ihrem zunehmenden musikalischen Erfolg häuften sich Probleme in ihrem Privatleben. Im Laufe der 1960er Jahre verfiel ihr Mann Ike Turner immer mehr den Drogen. Auch ließ er ihr wenig Freiheiten, sowohl privat als auch beruflich. So bestimmte er etwa bei Bühnenauftritten, wie sie bestimmte Passagen zu singen hatte. Tat sie es nicht nach seinem Wunsch, schlug er sie oft, vor allem wenn er unter Drogeneinfluss stand. Tina beschuldigte ihn später, sie auch betrogen und mehrfach vergewaltigt zu haben. Als Turner seine Frau 1976 wieder einmal schlug, wehrte sie sich. Daraufhin kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung, nach der sie aus mehreren Wunden blutete. Noch am selben Tag verließ sie ihren Mann und beantragte die Scheidung. Diese wurde im Jahre 1978 rechtskräftig. Um den langwierigen Scheidungsprozess zu beenden, verzichtete sie dabei auf Unterhalt sowie alle Rechte an der gemeinsamen Musik. Sie behielt einzig ihren Künstlernamen. 1991 wurden Ike und Tina Turner in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

    Tina Turner konnte als Solokünstlerin nicht direkt an die Erfolge der Revue anknüpfen. Sie verdiente ihr Geld durch verschiedene Tourneen, deren Konzerte allerdings meist in kleinen Räumlichkeiten vor oft nur wenigen hundert Zuschauern stattfanden. Das Album Rough, das 1978 erschien, verkaufte sich sehr schlecht, ebenso das ein Jahr später erschienene Album Love Explosion. In diesen Alben unternahm sie musikalisch unter anderem Ausflüge in die Disco-Musik. Mit ihren Bühnenprogrammen, insbesondere den Nice-’n’-Rough-Konzerten der frühen 1980er Jahre, arbeitete sich Tina Turner allmählich nach oben. Unterstützt wurde sie dabei ab 1979 von ihrem neuen Manager, dem Musikproduzenten Roger Davies, der sich zum Ziel gesetzt hatte, Tina Turner aus ihrem Karrieretief herauszubringen. Die Shows fanden beim Publikum großen Anklang und auch namhafte Berufskollegen wurden auf sie aufmerksam. Tina Turner hatte in der Folge Gastauftritte unter anderem bei Tom Jones, Rod Stewart, später bei David Bowie, und spielte im Vorprogramm bei einigen Konzerten der Rolling Stones in den USA. Die großen Plattenfirmen aber betrachteten Tina Turner zunächst noch als einen kaum vermarktbaren Altstar.

    Tina Turner wurde als amerikanische Staatsbürgerin in den Vereinigten Staaten geboren. Dort verbrachte sie einen großen Teil ihres Lebens. Seit den 1990er Jahren lebt sie jedoch dauerhaft in der Schweiz.

    Am 9. Januar 2010 gewann Tina Turner anlässlich einer Galaveranstaltung des Schweizer Fernsehens in Zürich den SwissAward in der Kategorie Show. Die sichtlich gerührte Sängerin sagte in einem Interview, dass sie stolz sei, den Preis als Nichtschweizerin erhalten zu haben. Sie fühle sich mit der Schweiz verbunden.

    2012 beantragte sie die schweizerische Staatsbürgerschaft. In der Folge bekam Tina Turner-Bullock, so ihr amtlicher Name, im 4. Quartal 2012 das Bürgerrecht ihrer Wohngemeinde Küsnacht. Im Januar 2013 wurde ihr das Kantonsbürgerrecht und die eidgenössische Einbürgerungsbewilligung erteilt, womit sie Schweizer Bürgerin wurde. Im Oktober 2013 gab Turner ihre US-amerikanische Staatsangehörigkeit auf. Gegenüber einer englischsprachigen Schweizer Online-Zeitung bestätigte ihre Pressesprecherin, der Verzicht stehe im Zusammenhang mit den verschärften Regeln der US-Behörden zur Besteuerung von im Ausland lebenden Amerikanern.

    2013 heiratete Tina Turner ihren langjährigen deutschen Lebensgefährten Erwin Bach zunächst standesamtlich in ihrer Wohngemeinde in Küsnacht. Am 21. Juli 2013 wurde auf ihrem Anwesen am Zürichsee eine buddhistische Hochzeitszeremonie gefeiert. Einen weiteren Wohnsitz unterhält das Ehepaar in Villefranche-sur-Mer an der Côte d’Azur.