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    HIM

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    HIM (Abkürzung für: His Infernal Majesty) ist eine Musikgruppe aus Helsinki (Finnland), die dem Dark-Rock-Genre zugeschrieben wird. Die Gruppe selbst bezeichnet ihre Musik als „Love Metal“.

    Als Teenager gründeten Mikko „Migé Amour“ Paananen und Ville Valo 1991 eine neue Band die sie zuerst Kafferi (inspiriert durch H. P. Lovecraft) nannten. Aber noch im selben Jahr änderten sie den Namen in His Infernal Majesty (Seine teuflische Majestät). Ville spielte die Gitarren-Parts auf seinem Bass und Mige die Bass-Parts. Zwei Jungs spielten abwechselnd Schlagzeug (zuerst Juippi und später Juha Tarvonen).

    HIM bedeutet His Infernal Majesty. HIM wird nicht H.I.M. mit Punkten dazwischen geschrieben. HIM wird nicht ausgesprochen, indem man die einzelnen Buchstaben sagt (nicht „H“, „I“, „M“), sondern wie das englische Wort him.

    Sie kamen auf den Bandnamen His Infernal Majesty durch eine Kombination dieser Vorfälle/Inspirationen:

    • Sie hörten Musik von Black Sabbath an und wollten auch einen coolen Namen
    • Sie hörten sich das Lied Oblivious to evil von Deicide an, in dem von Infernal Majesty die Rede ist
    • Sie fanden den Namen in der Satanischen Bibel von Anton Szandor LaVey
    • H.I.M. (His Imperial Majesty) ist eine Abkürzung einer der Amtstitel von Haile Selassie. Ville Valo hing als Teenager mit Hippies und Reggaeleuten herum, die an Haile Selassie als Messias glaubten. Valo sagte, er versuchte damals auch, an ihn zu glauben, aber auch mit dieser Religion konnte er nichts anfangen.

    Die kanadische Thrash-Metal-Band Infernäl Mäjesty spielte dabei laut Valo keine Rolle, von ihr habe HIM nichts gewusst.

    Es gab auch noch alternative Bandnamen, die sie sich überlegt hatten (Black Earth, Black Salem), aber Mige überzeugte die anderen von His Infernal Majesty.

    Da der Name His Infernal Majesty eine eindeutige Anspielung auf Satan ist, wurde die Band in den 90ern in Finnland von einigen Leuten des Satanismus verdächtigt. So kam es vor, dass 1997 bei einem Festival eine Gruppe sehr religiöser Menschen beim Auftritt von HIM protestierte, indem sie betend im Publikum stand und ihre Bibeln hochhielt. Daraufhin kam es dann zu einer Schlägerei mit dem Rest des Publikums und das Konzert wurde abgebrochen.

    Andererseits gab es aber auch Probleme mit Satanisten. Einige in Helsinki lebende Satanisten waren nicht davon begeistert, dass HIM mit Satanismus in Verbindung gebracht wurden, obwohl sie nicht dahinterstanden. Es kam sogar zu einem Gespräch zwischen Valo und einem der Vertreter der Satanisten. Da Ville Valo klarstellte, dass sie nichts mit Satanismus zu tun haben wollen, wollten die Satanisten ein Pamphlet veröffentlichen, in dem steht, dass HIM aus ihrer Sicht die falsche Message vermitteln.

    Außerdem hatten die finnischen Fans von His Infernal Majesty ein Problem damit, sich diesen komplizierten Namen zu merken und ihn auch noch richtig auszusprechen, also nannten sie die Band HIM.

    Dies alles führte dazu, dass die Band dann ihren Namen auch offiziell von His Infernal Majesty zu HIM änderte.

    Als HIM ihr zweites Album Razorblade Romance in den USA veröffentlichen wollten, stellten sie fest, dass sie das nicht durften. Dort gab es schon eine Band aus Chicago, die sich HiM' nannte und ihren Namen rechtlich schützen ließ. Diese Band spielte Saxophonmusik und experimentellen Jazz.

    Jimmy Pop, Sänger der Bloodhound Gang, wunderte sich, warum er das Album in Amerika weder in einem Laden noch im Internet finden konnte. Die Bloodhoundgang und HIM hatten beide zur gleichen Zeit ihre großen Hits und lernten sich deshalb auf europäischen Festivals kennen und erhielten den Kontakt, obwohl sie als Chaoten-Band mit Fäkalhumor verschrien waren. Aus diesem Grund wollte Jimmy Pop der Band einen Gefallen tun und entschloss sich eine Plattenfirma zu gründen, die das Album im Gebiet um Boston herum anbieten sollte. Im Juni 2000 rief er deshalb Seppo Vesterinen, den Manager von HIM an, aber erst zwei Jahre später, im Juni 2002, kam es zu einem Vertrag. Um die Namensprobleme zu umgehen wurde das Album unter dem Namen HER (His Evil Royalty) veröffentlicht. Das Album wurde erst am 28. Oktober 2003 über Universal Records, lizenziert durch Jimmy Franks’ Plattenfirma, veröffentlicht und war auf 1000 Stück limitiert. Es wurde nur in Newbury Comics-Läden in New England (Massachusetts) verkauft.

    Die Gruppe erwarb die Rechte des Namens und darf sich seitdem auch in den USA HIM nennen.

    Der Kontrast zwischen den melancholischen Liebestexten und der meist harten Musik formte die Bezeichnung „Love Metal“, die die Band auch für ihr 2003 erschienenes viertes Album benutzte. Love Metal ist also ein Albumtitel und gleichzeitig ein selbst betiteltes Musikgenre für die Band HIM. Ob nun HIM die Idee zu diesem Begriff hatten oder er ihnen von Fans gegeben wurde, ist nicht eindeutig:

    1. Die Plattenfirma wollte HIM unbedingt kategorisieren, um sie zu vermarkten. Es gab aber Unstimmigkeiten darüber in welches Genre sie eigentlich gehören. Deshalb haben sich HIM ein eigenes Genre ausgedacht.
    2. Der Bassist von HIM sagte, die Fans hätten ihre Musik so genannt.

    Das Heartagram ist das Bandlogo von HIM. Das Symbol setzt sich aus einem Herzen und einem invertierten Pentagramm zusammen. Ville Valo selbst sagt dazu, dass das Herz für die Liebe, das Pentagramm für die seelischen Abgründe steht. Es soll also Gut und Böse symbolisieren. Er zeichnete das Heartagram an seinem 20. Geburtstag zum ersten Mal. Es entstand durch Zufall beim Herumkritzeln.

    Auf dem ersten Album Greatest Lovesongs Vol. 666 befindet sich auf der Rückseite des Booklets ein Herz, in dessen Mitte 666 steht. Wie auch beim Heartagram handelt es sich dabei um eine Kombination von Gut und Böse. Das Heartagram wurde zum ersten Mal auf der Rückseite des Bokletts vom zweiten Album Razorblade Romance verwendet. Seither befindet sich auf jedem Album ein Heartagram. Zu Beginn wurde das Heartagram nicht mit einem Kreis umfasst, erst ab dem vierten Album Love Metal ist es immer wieder mit einem Kreis zu sehen.

    Das Bandlogo weist in Fankreisen eine entsprechende Popularität auf, beispielsweise als Tätowierungsmotiv oder auf Bekleidung. Auch Prominente wie Bam Margera und Kat von D haben sich das Symbol tätowieren lassen.

    Join Me in Death, vermarktungstechnisch als Join Me veröffentlicht, wurde im Jahre 1999 auf dem Album Razorblade Romance veröffentlicht und gilt als das bekannteste Lied der Band in Europa. Obwohl es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits einige Jahre alt war und das Lied selbst nicht zu den Favoriten der Band zählt, machte es HIM einen Namen in Europa, nachdem es im Film The 13th Floor gespielt wurde. Join Me in Death ist außerdem auf dem Soundtrack von Resident Evil: Apocalypse enthalten.

    Es existieren zwei Versionen des Join-Me-Musikvideos: Eine, von The 13th Floor inspirierte, die andere als vage Andeutung des Romeo-und-Julia-Stoffs. Das Lied wird von vielen mit dem Suizidmotiv gedeutet, sei aber von Ville Valo als moderne Version von Romeo und Julia geschrieben worden. Dazu meinte er: „Ich finde, es ist eines der schwächeren Lieder auf dem Album. Das Klavier ist nett, aber wahrscheinlich bedeutet mir das Lied nichts, weil es nicht über das wirkliche Leben ist. Das ist ein altes Lied - das erste Demo war Januar ’98 fertig - und ich bin dessen schon überdrüssig, weil es nur dieselbe einfache Sache immer und immer wieder ist.“