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    Jackson Browne

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    Clyde Jackson Browne (* 9. Oktober 1948 in Heidelberg, Deutschland) ist ein US-amerikanischer Rockmusiker.

    Geboren in Deutschland als Sohn eines dort stationierten Zivil-Angestellten der US-Army, lebt er seit seinem dritten Lebensjahr in Los Angeles. Als Teenager lernte Browne Gitarre spielen und war Mitglied in mehreren Bands, unter anderem in der Country-Formation Nitty Gritty Dirt Band. In den 1960er Jahren schrieb er seine ersten Songs. Anfang der 1970er Jahre war er einer der bedeutendsten amerikanischen Liedermacher neben Joni Mitchell und James Taylor. Seine bislang größten Erfolge hatte er in den 1970er und den frühen 1980er Jahren, als jedes seiner Alben die amerikanischen Top Ten erreichte.

    In den 1990er-Jahren erschienen nur zwei neue Studioalben. Browne engagiert sich seit Ende der 1970er Jahre für Umweltthemen. So ist er Mitbegründer der Vereinigung Musicians United for Safe Energy und trat in sogenannten No-Nukes-Konzerten auf, die unter anderem gegen die atomare Energiegewinnung eintraten. Musikalische Auftritte fanden in dieser Zeit häufig in Form von Gastauftritten (zum Beispiel bei Bonnie Raitt) und bei diversen Benefizveranstaltungen statt.

    Jackson Browne lebt in Culver City in Los Angeles County. Zwischen 2000 und 2002 lebte er im spanischen Barcelona, was in seinem Song The Night Inside Me von 2002 kurz angedeutet wird („Maybe I should go back to Spain“). Seine über 30-jährige Präsenz im Musikgeschäft, während der er den Folk- und Country-Rock in Amerika beeinflusste, wurde im Frühjahr 2004 mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame gewürdigt. 2007 erfolgte die Aufnahme in die Songwriters Hall of Fame.

    Browne spielt vorzugsweise auf Westerngitarren von Gibson Guitar Corporation und hier wiederum hauptsächlich J-45-Modelle. Ihm zu Ehren brachte Gibson im Jahr 2011 eine Jackson-Browne-Signature-Gitarre heraus.

    Die Gefolgschaft seiner Anhänger wurde seit seinem Debütalbum Jackson Browne (Saturate Before Using), das seinen ersten Top-Ten-Hit Doctor, My Eyes und den Folk-Rock-Song Rock Me on the Water enthält, mit jedem Album größer und seine „metaphysischen Graffiti“ (New Musical Express) fanden mehr und mehr Anerkennung. David Crosby von Crosby, Stills, Nash and Young bezeichnete in den 1980er Jahren Browne einmal als den „verdammt besten Songwriter im heutigen Amerika, bei dessen Songs man eine Gänsehaut bekommt“. Obwohl Browne es nicht unbedingt darauf anlegte, Hits zu produzieren, hatte er mehrere Charterfolge. Seinen nachhaltigsten Single-Hit hatte er mit dem Song Running On Empty, der später auch auf dem Soundtrack des Kinofilms Forrest Gump zu hören war, als Tom Hanks alias Forrest Gump seinen Monate andauernden Lauf quer durch die USA unternahm.

    Bereits vier Jahre vor diesem US-Hit schrieb er zusammen mit Glenn Frey den ersten Hit der Eagles Take It Easy. Die Textformulierungen dieses Songs sind teilweise in die amerikanische Umgangssprache eingegangen (Rowohlt Rocklexikon). Weitere Hits, die er zusammen mit Frey und Don Henley für die Eagles schrieb, waren Doolin' Dalton und James Dean. Große Beachtung fand auch seine Coverversion des Maurice-Williams-Hits Stay (Just a Little Bit Longer), der im Original kürzeste US-Nummer-1-Hit aller Zeiten, den er am Ende eines Konzertes für sein Publikum spielte und entsprechend textlich abwandelte. Dieser Song erschien auf seiner LP Running On Empty und ist heute in Deutschland bekannter als das Original der Zodiacs von 1960, nicht zuletzt wegen der begleitenden Falsett-Stimme von David Lindley und einer seit Jahren bestehenden Produktwerbung der Bitburger Brauerei, die diesen Song verwendet.

    Mit Somebody’s Baby gelang ihm 1982 sein größter Single-Charterfolg in den USA (Platz 7). Der Song wurde für den Soundtrack des amerikanischen Kinohits Ich glaub’, ich steh’ im Wald verwendet (Originaltitel: Fast Times at Ridgemont High), mit dem jungen Sean Penn in der Hauptrolle. Dieses Lied erschien erst 14 Jahre später auf seinem ersten Best-of-Album. Mitte der 1980er Jahre, als die US-Fernsehserie Miami Vice die erfolgreichste Krimiserie in den Vereinigten Staaten war, steuerte er zu der Folge Stone’s War sein Lied Lives in the Balance bei, das auch auf einem der Miami-Vice-Sampler veröffentlicht wurde. Einen weiteren Erfolg konnte er 1985 als Duettpartner von Clarence Clemons auf dessen Single You’re a Friend of Mine verbuchen.

    Sein erstes Album im neuen Jahrtausend The Naked Ride Home rechnet in einem Lied mit dem Bush-Regime ab (Casino Nation), gibt sich ansonsten aber unpolitisch. Temporeiche Stücke wie The Night Inside Me wechseln sich mit ruhigeren Stücken wie My Stunning Mystery Companion ab. Kritiker bemängelten, dass die Lieder sich zu sehr in die Länge ziehen und die Kurzweiligkeit früherer Alben nicht erreicht wird.

    In den Jahren 2003 und 2004 war Jackson Browne fast durchgehend auf Welttournee, im Frühjahr 2003 und Herbst 2004 auch in Deutschland. Er ging auf Solo-Akustik-Tour, bei der er auf Zuruf der Fans spontan Songs aus seinem reichhaltigen Repertoire alleine auf Akustik-Gitarre, Keyboard und Piano vortrug. Aus dieser Tour sind zwei CDs entstanden, der erste Teil erschien im Herbst 2005, der zweite Teil erst im März 2008. In Deutschland war er im August 2006 zusammen mit David Lindley zu Gast, jedoch nur für ein Konzert in Hamburg.

    Im August 2008 verklagte Browne den US-Präsidentschaftskandidaten John McCain und die Republikanische Partei wegen Urheberrechtsverletzungen. Browne machte geltend, dass sein Titel Running On Empty (Fahren auf Reserve) aus dem Jahr 1977 ohne seine Genehmigung als Hintergrundmusik in einem TV-Werbespot der Republikaner verwendet wurde. Wegen erlittener Image-Schädigung verlangte Brownes Anwalt 75.000 US-Dollar von den Verantwortlichen.

    Im September 2008 wurde sein Studioalbum Time the Conqueror veröffentlicht. Das Album bietet inhaltlich wieder die komplette Bandbreite, die man von Jackson Browne kennt. Kritik übt er mit dem Lied Going Down to Cuba, der das Verhältnis der USA zu Kuba zum Thema hat, während The Drums of War einen bitter-ironischen Rückblick auf den Irak-Krieg darstellt und mit dem Titel Where Were You hält er der Bush-Regierung vor, sich nicht um den ordentlichen Wiederaufbau von New Orleans gekümmert zu haben und die Stadt und ihre Bürger mit den Schäden nach der Sturm- und Flutkatastrophe vor einigen Jahren im Stich gelassen zu haben. „Where were you when the promise was made to return and rebuild and restore to its people the city that gave us the first american music, true inspiration and the freedom to use it?“ richtet Browne seine Frage an den damaligen US-Präsidenten. Emotionale Themen werden in den restlichen Liedern behandelt, hier sei als Beispiel Just Say Yeah genannt, wo er sich mit der ewig aktuellen Frage beschäftigt, an welchem Punkt Freundschaft endet und die Liebe zwischen zwei Menschen beginnt. Time the Conqueror erreichte im Oktober 2008 bei Billboard 200, der offiziellen US-amerikanischen Album-Hitparade die Top 20, die beste Platzierung eines Browne-Albums seit Lawyers in Love (1983, Platz 8) und in der Sparte Independent-Alben belegte es den zweiten Platz.

    Anlässlich dieses Albums erfolgte eine große USA- und Europatournee bis Sommer 2009. In Deutschland trat Jackson Browne im April 2009 u. a. in München, Berlin, Köln und Stuttgart auf.